Alles Gute im neuen Jahr!

Neujahrslied

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zur Seiten.

Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schön gemischt, noch eh wir´s bitten,
ist für Thronen und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War’s nicht so im alten Jahr?
Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder,
und kein Wunsch wird’s wenden.

Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage.

Jedem auf des Lebens Pfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite.

Johann Peter Hebel
(1760 – 1826), deutschsprachiger Dichter aus dem alemannischen Sprachraum Südbadens, evangelischer Theologe und Pädagoge

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Zum dritten Advent

Die vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts mehr wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.“

Mit einem Streichholz nahm das Kind das Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Quelle: unbekannt.

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«Hunderte Flüchtlinge stranden im Niemandsland»

Slowenien ist ein Brennpunkt in der Flüchtlingskrise. Wie die Lage an der österreichisch-slowenischen Grenze ist, sagt Korrespondent Bernhard Odehnal.

Quelle: «Hunderte Flüchtlinge stranden im Niemandsland»

 

Unter anderem kommt es so, wenn man Grenzen schliesst und Europa zu einer Festung macht. Die momentane Krise ist da, nur eben gibt es zur Lösung keine Patentrezepte, wie uns gewisse Parteien weiss machen wollen.

Die Lösung des Problems hätte schon viel früher beginnen müssen und eine internationale Zusammenarbeit bedingt. Die einzige Lösung, der Migration Herr zu werden, ist, dass man ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, statt es zu verunmöglichen.

Nordafrika und der nahe Osten bestanden aus Staaten, welche mehr oder weniger funktionierten. Klar, es gab und gibt den einen oder anderen Diktator, aber im Grossen und Ganzen konnte man in diesen Staaten zumindest genauso gut leben, wie in den Regimen des ehemaligen Warschauer Paktes. Es ist gut gemeint, wenn man dann den arabischen Frühling begrüsst und auch Oppositionen unterstützt. Nur: Der Übergang von den Monarchien zur Demokratie dauerte auch in Europa, und ging nicht von heute auf morgen. Wie uns in neuerer Zeit z.B. das Beispiel der DDR zeigt, geht die Umstellung eines Staatssystems nie von heute auf morgen.

Nun hat aber der Westen vor allem im nahen Osten durch (ungerechtfertigte) Kriege den Irak, und später auch Syrien völlig destabillisiert. Dadurch kam der IS erst auf und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Wer aus Syrien kommt, kommt aus einem Kriegsgebiet und hat, soweit ist man sich ja einig, schutzbedürftigkeit. Nur wo ist hier die Frage. Daneben gibt es dann vor allem aus Afrika die sogenannten „Wirtschaftsflüchtlinge“. Wer hier das eine oder andere ist, darüber kann man streiten. Persönlich halte ich es hier eher mit den internationalen Organisationen, was z.B. die Beurteilung von Eritrea angeht.

Ausserdem wird auch die sogenannte dritte Welt (darunter viele Staaten Afrikas) mehr oder weniger systematisch vom Westen ausgebeutet. (Stichworte sind hier z.B. Blutdiamanten, der Phsophor-Abbau, kaum existenzsichernde Preisefür Agrar-Produkte, Entsorgung Elektroschrott, falsche Entwicklungshilfe (z.B. ein Kaputtmachen der einheimischen Textilindustrie durch Altkleider)).

Also liegt der Grund für die Migrationsbewegungen meist in unserer Gegend.

Auf den ersten Blick lässt sich das Problem ganz einfach lösen, indem man Europa zur Festung macht und alles abschiebt. Dies ist auch das Rezept z.B. der SVP. Und dann am liebsten noch die ungeliebte (weil sie kostet) Entwicklungshilfe umleiten, um die Flüchtlinge z.B. in den Nachbarländern Syriens zu versorgen.

Nur: Wollen wir in einer Festung leben? Hier würden wohl noch viele sagen ja. Aber was ist mit dem zweiten Teil, des Abschieben? Wohin, wenn kein Staat die Leute übernimmt? Ein Boot auf dem Mittelmeer kann man nicht einfach nach Tunsien oder Lybien zurücksenden, die nehmen die Leute auch nicht wieder auf. Und Nordafrika oder andere Länder mit Waffengewalt dazu zwingen? Wohl eher auch eine schlechte Idee. „Echte“ Flüchtlinge haben ja auch oft keine Dokumente. Ich kann ja, wenn ich an Leib und Leben verfolgt bin nicht so einfach auf ein Amt gehen und sagen: „Ich will weg, gebt mit einen Pass.“. Und in Kriegsgebieten gibt es die Ämter oft nicht mehr. Klar, auch hier wird von (einigen oder vielen) Schindluder getrieben und das Pass entsorgt. Aber wenn ich nicht beweisen kann, woher einer kommt, nimmt ihn auch sein Heimatstaat oder jemand anders nicht zurück.

Also alle zu uns einladen? So blauäugig, dass unsere Gesllschaft das kann und will, bin ich auch nicht. Und ein Flüchtling soll sich auch nicht unbedingt seine neue Heimat aussuchen können. Worauf er aber ein Recht hat, ist ein menschenwürdiges Leben. Das heisst, sicher zu sein, ein Dach über dem Kopf und sanitäre Anlagen, um Krankheiten zu vermeiden. Dies ist oft in den Nachbarstaaten, sosehr sie sich auch Mühe geben, nicht gewährleistet. Daher kann man auch nicht sagen, jeder, der nach Europa kommt ist ein Wirschaftsflüchtling.

Die einzige Lösung, die bleibt, ist langwierig und nicht umsonst zu haben: Wir müssen ein Stück weit das Modell Europa auf die Welt übertragen. Damit meine ich nicht, dass überall unsere Kultur und Demokratie herrschen muss, aber wir müssen versuchen, die Welt etwas gerechter und damit für alle lebenswert zu machen. Lebenswert heisst nicht Luxus, aber die Grundbedürfnisse nach Nahrung, Wasser und einem Dach über dem Kopf müssen sein. Letzteres kann durchaus auch ein entsrechend ausgerüstetes Zelt sein. Niemand muss dazu sesshaft werden.

Es gehört aber auch dazu, dass man aufhört, Weltpolizist zu spielen und sich überall einmischt und Kriege führt, speziell wenn Öl oder andere Rohstoffe zu haben sind. Wir müssen uns um friedliche Lösungen unter Einbezug aller bemühen. Andere Pole (Russland und China) machen auch nicht alles falsch und haben in vielen Regionen bessere Verbindungen als der Westen. Und es gehört auch dazu, dass man niemand ausbeutet und sich einen Dreck um die Arbeitsbedinungen schert. Kleider in Bangladesh nähen zu lassen ist an und für sich noch nicht verwerflich, aber dies in unstabilen Gebäuden zu tun schon. Oder zum Beispiel in Afrika nur noch Gentech-Mais zu teuer zu verkaufen, den der Bauer dann nicht selbst vermehren kann. Und dazu gehört auch eine zielgrichtete Entwcklungshilfe: Hilfe zur Selbsthilfe. Ein (grosses) Stück weit geht es uns im Westen nur deshalb so gut, weil wir auch auf Kosten von anderen leben.

Nur mit Grenzschliessungen und gratis-Lösungen kommen wir bei diesem Problem nicht weiter.

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«Was ist Mut?» – Kultur: Diverses – tagesanzeiger.ch

Immer wieder spannende Fragen im Tagesanzeiger…

Sie sind gefragt! In unserer Serie wenden sich Prominente an die Leser. Heute: Philosoph Sokrates.

Quelle: «Was ist Mut?» – Kultur: Diverses – tagesanzeiger.ch

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Hallo

Guten Abend

Ich habe mich entschieden, einmal einen Blog zu versuchen. Dies weil die übrigen sozialen Medien doch recht kurzlebig sind. Vielleicht findet der eine oder andere hierher und es ergeben sich auch Diskussionen. Im Moment erleben wir ja wieder eine eher unruhige Zeit, da gibt es manches, was beschäftigt.

Stefan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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